Das Architekturwerk

eine Frage nach der Architektur

ist meine Diplomarbeit an der TU Wien betreut von Professor Sigrid Hauser

 

Abstract:

Jeder wird dauernd umgeben von der gebauten Realität und erfreut sich an der funktionierenden Aktion oder äußert die Wut über ihren Mangel. Die Frage nach der Architektur und ihrem Wesen stellt sich für die reinen Nutzer nicht zwingend. Sie sind zumeist zufrieden, wenn das Gebaute ihren Wünschen dienen kann und sich ihnen nicht als schwere Last auf die Sinne legt. Die schwierige Frage nach dem „Was ist“ stellt sich ihnen daher nicht und wird nur immer weiter in den Fachkreisen der Architekten und Architekturaffinen gestellt. Dabei wäre für die Nutzer das Verständnis vom Grund der Architektur ein Schritt in die Richtung der konstruktiven Aktion am Architekturwerk.

In der Bestehensgeschichte des Architekturdenkens hat es viele Äußerungen über die Architektur gegeben, die sie zwischen den beiden Polen Handwerk und Kunstwerk lokalisiert. Das zeigt schon das wesentliche Problem auf, das in der Architektur liegt. Sie ist eine Kunst, nämlich Baukunst, und zugleich auch zweckmäßig und vielen Zwängen unterworfen. Sie muss wie eine Maschine funktionieren, effizient sein, und gleichzeitig wie eine Skulptur wirken.

Das Wort Architektur kommt von der Zusammensetzung der griechischen Wörter „arche“ und „techne“.  „Arche“ wird zumeist mit Anfang, Ursprung, das Erste übersetzt; „techne“ bedeutet Handwerk, Kunst oder Fähigkeit. Architektur könnte man daher lesen als Erstes Handwerk, Erste Kunst oder Ursprungshandwerk, Ursprungskunst. Schon dabei tut sich wieder jener Spalt zwischen Handwerk und Kunstwerk auf. Handwerk und Kunstwerk in der Architektur zur erfolgreichen Verschmelzung zu bringen ist noch nicht gelungen. Diese Schrift ist ein Versuch, das zu tun.

Im ersten Abschnitt mit dem Titel „Handwerk“ wird anhand der vielen Akteure in der Architektur dargestellt, was alles nötig ist, die Idee zu verwirklichen. Der Kraftakt des kollektiven Schaffens wird beschrieben. Der zweite Abschnitt, „Wirklichkeiten“, behandelt die kontinuierliche Fügung oder Genese des Werkes aus den Objekten und Teilen. Er zeichnet den Weg durch die Teilwerke und Hauptwerke zum Gesamtwerk, das in der Umgebung und Natur zum Stehen kommt. Im dritten Abschnitt, „Kunstwerk“, ist das Resultat des Werkens thematisiert. Es wird in den Aspekten Präsenz und Leben beschrieben. Diese beiden Kategorien stehen für die Wirkung und Weiterführung des Werkes nach seiner Verwirklichung.

Architektur werkt Wirklichkeiten.

Das Werken ist ein kollektiver Kraftakt.

Das entstehende Werk wirkt in seiner Präsenz und seinem Leben.

 

Der gesamte Text kann hier nachgelesen werden:

Architekturwerk